Wegmeister vakant

Die Reportage entspricht noch derjenigen des verstorbenen Adolf Schmid.
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Beschreibung der Wanderung

Schöne Wanderung durch den urtümlichen Wald auf der ehemaligen Moräne mit gewaltigen Felsblöcken eines Bergsturzes. „Uf der Höh“ abzweigen auf den Bergweg „Golitschepass“, steil ansteigend durch felsigen Wald zu einem ersten Aussichtspunkt. Nach einer Hangtraverse folgt der Aufstieg über die Alp zur Hütte. Anschliessend steiler Weidepfad auf den Pass mit dem Golitschehöri. Sehr schöne Aussicht.
Wie weiter? Bergweg auf First (teils exponiert) oder erholsame Wanderung über Alpweiden hinunter auf Elsigalp (Gondelbahn, dann Postauto nach Frutigen).

Die persönliche Bemerkung des Wegmeisters

„Für mich ist die Sicht vom Golitschehöri (14 m über dem Pass) atemberaubend: Ringsum reiht sich Gipfel an Gipfel; Blick nach Adelboden, in der Ferne Jurakette, Thunersee, Aermighorn, Birre, Blümlisalpgruppe, Doldenhorn, Balmhorn, Altels, Rinderhorn“.
„Für Biker ist dieser Weg mehr als nur gefährlich, Trotzdem habe ich solche schon angetroffen.“
„Der Aufwand - festgehalten in meinem Rapportbuch - ist beträchtlich (50-60 Std. pro Sommer). Ich schätze aber die Treffs und Gespräche mit Wandersleuten und gebe gerne Tipps auf den Weg“.

Besonderheiten des Wegunterhalts

Im Prattelsgraben, gleich nach der Höh, riss die Lawine oft den Weg fort. Der Prattelsgraben wurde nun im Frühling 2011 durch einen recht breiten Weg entschärft. Im Frühling kann hier der Gang über den Lawinenschnee gefährlich sein: Einbruch in den tief darunter liegenden Bach. Weiter bis zur Sennhütte wartet auch die Familie Reichen den Weg. Sie stellt sicher, dass Vieh und Menschen gut auf die Alp kommen.
Zwischen Hütte und Pass drückt der Frühlingsschnee die Schwellen im Winter immer wieder aus ihren Verankerungen. Es werden dabei 3 cm dicke Eisenstäbe verbogen.

Verlauf des Bergwegs

(Bahnhof - ) Uf der Höh - Golitschenalp - Golitschepass

Wanderzeit / höchster Punkt

Bahnhof - Alphütte 2 Std. 15 Min. /
1833 m.ü.M.
Alphütte - Pass ca. 1 Std. / 2180 m.ü.M.

Beste Jahreszeit

Hochsommer, Herbst
- ungünstig bei Nässe, Nebel, Schnee
- Bis Mitte Juni kann der Abstieg von der First auf den Golitschepass wegen Schneeresten heikel sein.

Beachten!

Wanderstöcke (steil!)
Auf das Golitschehöri (neben dem Pass) kraxeln nur Trittsichere.
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