Wegmeister vakant

Die Texte in grün stammen aus der Zeit der früheren Wegmeister.

Wegmeister in früheren Jahren

1996-2012 Ruedi Ogi
2013-2014 Martin Sahli
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Beschreibung der Wanderung

Von Selden im Gasteretal führt ein Weg taleinwärts zum Heimritz und weiter zum „Gandbödeli“ (Pt. 1724) . Von dort zuerst leichte Wanderung auf dem Bergweg durch geschütztes Auengebiet bis auf die Moräne. Vielfältige Blumenpracht. Für einmal wandert man über Granit. Imposanter Aufstieg über die Moräne. Anschliessend steigt der Weg über abschüssige Felsbänder zum Kanderfirn.
Weiter: Gletschertraversierung zur Mutthornhütte, jedoch nur mit Bergführer oder als ortskundiger Alpinist (Spaltengefahr).

Die persönliche Bemerkungen der Wegmeister

„Die Berggänger lieben hier - wie ich - die Ruhe der Natur - keine Strasse, keine Bahn, selten Flugverkehr. Dafür Reh, Gemsen, Murmeltiere, am gegenüberliegenden Hang auch Adler und "uf de Schafgrinde" oft viele Steinböcke.“
„Mir gefällt dieser Bergweg, weil er durch eine Granit-Landschaft führt, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Wegen um Kandersteg. Dies bedeutet auch eine teils andersartige Flora. Beim Aufstieg zur Moräne ist sie besonders artenreich. Zum Beispiel Flühblumen, gemeine Mondraute, Korallenwurz, Frauenschuh."

Besonderheiten des Wegunterhalts

Erste Arbeiten bis ans Ende der Moräne sind ab Mitte Mai möglich, falls unterwegs nicht zuviel Lawinenschnee liegt.
Der Weg oberhalb der Moräne zum Kanderfirn bleibt lange schneebedeckt, so dass der Unterhalt frühestens ab Mitte Juni beginnen kann.
Im Oktober 2011 löste ein extrem heftiges Gewitter auf der orogr. linken Talseite grosse Murgänge aus. Mit einer Ausnahme konnten die Wege wieder hergestellt werden. Allerdings mit viel Aufwand.
Im Dezember 2011 ereignete sich ein Felssturz. Ein Block in der Grösse eines Einfamilienhauses ‘kullerte’ talwärts und blieb auf der Terrasse in der Nähe des Pt. 1'957 stecken. Er erinnert an die auf Bergwegen oft vorhandene Steinschlaggefahr: Wo blankes Geröll und Blöcke liegen, soll nie gerastet werden.

Beachten! Am Felsen wurde ein Kletterseil angebracht. Für dieses übernehmen wir keine Verantwortung.
Der Felssturz vertiefte den bestehenden Graben quer durch die Moräne und liess Geschiebe aus mehrheitlich grossen Blöcken zurück. Diese sind schlecht verkeilt und deshalb wacklig. Ein ordentlicher Weg kann noch nicht erstellt werden. Hingegen gibt es eine steile, gut markierte Spur, auf der geübte Wanderer zurechtkommen. Diese Spur umgeht die losen Blöcke.

Verlauf des Bergwegs

(Heimritz) - Pt. 1724 - Uf de Schafgrinde Pt. 2411 (neben Kanderfirn)

Wanderzeit / höchster Punkt

(Selden - Heimritz) - Gandbödeli Pt. 1724 - Uf de Schafgrinde 3 Std.* / 2‘411 m.ü.M.
*lt. Wegweiser 2 Std. 15 MIn. was unrealistisch ist

Beste Jahreszeit

Sommer, Herbst
- ungünstig solange Schnee liegt
- Bei Gewitter besteht Steinschlaggefahr insbesondere im Bereich des neuen Grabens (siehe Kommentar in der Mitte).

Beachten!

Im obersten, steilen Teil liegt noch lange Schnee!
Hundehalter nehmen im Heimritz, um die Hängebrücke im Gandbödeli zu vermeiden, den Weg auf der orografisch linken Talseite.
Der Weg wurde in den letzten Jahren wiederholt durch Unwetter beschädigt. In solchen Fällen kann der Durchgang einige Zeit schwierig sein. Das Info Center gibt Auskunft.
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