Wegverlauf, Wanderzeit, Jahreszeit
Wegmarken: (Heimritz) - Pt. 1724 - Uf de Schafgrinde Pt. 2411 (neben Kanderfirn)

Wanderzeit und höchster Punkt: (Selden - Heimritz) - Gandbödeli Pt. 1724 - Uf de Schafgrinde 3 Std.* / 2‘411 m.ü.M.

*lt. Wegweiser 2 Std. 15 MIn. was unrealistisch ist.

Beste Jahreszeit: Sommer, Herbst

- ungünstig solange Schnee liegt

- Bei Gewitter besteht Steinschlaggefahr insbesondere im Bereich des neuen Grabens (siehe Kommentar in der Mitte).
Beachten!
Im obersten, steilen Teil liegt noch lange Schnee!

Hundehalter nehmen im Heimritz, um die Hängebrücke im Gandbödeli zu vermeiden, den Weg auf der orografisch linken Talseite.

Der Weg wurde in den letzten Jahren wiederholt durch Unwetter beschädigt. In solchen Fällen kann der Durchgang einige Zeit schwierig sein. Das Tourist Center gibt Auskunft.
Beschreibung der Wanderung
Von Selden im Gasteretal führt ein Weg taleinwärts zum Heimritz und weiter zum „Gandbödeli“ (Pt. 1724) . Von dort zuerst leichte Wanderung auf dem Bergweg durch geschütztes Auengebiet bis auf die Moräne. Vielfältige Blumenpracht. Für einmal wandert man über Granit. Imposanter Aufstieg über die Moräne. Anschliessend steigt der Weg über abschüssige Felsbänder zum Kanderfirn.

Weiter: Gletschertraversierung zur Mutthornhütte, jedoch nur mit Bergführer oder als ortskundiger Alpinist (Spaltengefahr).
Persönliche Bemerkungen des Wegmeisters
„Die Berggänger lieben hier - wie ich - die Ruhe der Natur - keine Strasse, keine Bahn, selten Flugverkehr. Dafür Reh, Gemsen, Murmeltiere, am gegenüberliegenden Hang auch Adler und "uf de Schafgrinde" oft viele Steinböcke.“

„Mir gefällt dieser Bergweg, weil er durch eine Granit-Landschaft führt, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Wegen um Kandersteg. Dies bedeutet auch eine teils andersartige Flora. Beim Aufstieg zur Moräne ist sie besonders artenreich. Zum Beispiel Flühblumen, gemeine Mondraute, Korallenwurz, Frauenschuh."
Besonderheiten des Wegunterhalts
Erste Arbeiten bis ans Ende der Moräne sind ab Mitte Mai möglich, falls unterwegs nicht zuviel Lawinenschnee liegt.

Der Weg oberhalb der Moräne zum Kanderfirn bleibt lange schneebedeckt, so dass der Unterhalt frühestens ab Mitte Juni beginnen kann.

Im Oktober 2011 löste ein extrem heftiges Gewitter auf der orogr. linken Talseite grosse Murgänge aus. Mit einer Ausnahme konnten die Wege wieder hergestellt werden. Allerdings mit viel Aufwand.

Im Dezember 2011 ereignete sich ein Felssturz. Ein Block in der Grösse eines Einfamilienhauses ‘kullerte’ talwärts und blieb auf der Terrasse in der Nähe des Pt. 1'957 stecken. Er erinnert an die auf Bergwegen oft vorhandene Steinschlaggefahr: Wo blankes Geröll und Blöcke liegen, soll nie gerastet werden.

Beachten! Am Felsen wurde ein Kletterseil angebracht. Für dieses übernehmen wir keine Verantwortung.

Der Felssturz vertiefte den bestehenden Graben quer durch die Moräne und liess Geschiebe aus mehrheitlich grossen Blöcken zurück. Diese sind schlecht verkeilt und deshalb wacklig. Ein ordentlicher Weg kann noch nicht erstellt werden. Hingegen gibt es eine steile, gut markierte Spur, auf der geübte Wanderer zurechtkommen. Diese Spur umgeht die losen Blöcke.

Dem Gletscher nah?

  • A description about the image goes here
Wegmeister, seit 2018
Marc Schertenleib, Kandersteg
Die Seite wird demnächst aktualisiert. Die Texte in grün stammen aus der Zeit der früheren Wegmeister.
  • Route Kanderfirn ab Pt. 1724 (Gandbödeli)
    Route Kanderfirn ab Pt. 1724 (Gandbödeli)
  • Route ab Gandbödeli
    Route ab Gandbödeli
  • Wegweiser bei Pt. 1724 Gandbödeli (bei Brücke oberhalb Heimritz)
    Wegweiser bei Pt. 1724 Gandbödeli (bei Brücke oberhalb Heimritz)
  • Bitte beachten! Auengebiet von nationaler Bedeutung
    Bitte beachten! Auengebiet von nationaler Bedeutung
  • Weg auf der Moräne
    Weg auf der Moräne
  • Felsblock in EFH-Format
    Felsblock in EFH-Format
  • Weg markieren (Doris von Känel)
    Weg markieren (Doris von Känel)
  • Kanderfirn - früher sehr viel mächtiger und länger
    Kanderfirn - früher sehr viel mächtiger und länger
  • Blick talauswärts Richtung Balmhorn
    Blick talauswärts Richtung Balmhorn
  • Gemeine Mondraute - eine Reliktpflanze aus der Zeit vor der letzen Eiszeit
    Gemeine Mondraute - eine Reliktpflanze aus der Zeit vor der letzen Eiszeit
Tipp: Click in obiges Bild öffnet Diashow.
Links zum Thema
  • Blick talauswärts Richtung Balmhorn
  • Gemeine Mondraute, eine Relktpflanze